Neujahrsempfang der CDU Aachen in Brand

18.01.2016

Beim Neujahrsempfang der CDU Aachen in Brand standen vor allem die Vorfälle der Kölner Silvesternacht und die Frage, wie in Zukunft die Integration und Versorgung der Flüchtlinge gehandhabt wird im Fokus der Interessen.

Kreisvorsitzende Ulla Thönnissen bezog sich in ihrer Rede ebenfalls auf die aktuelle Flüchtlingsthematik. Bisher habe man, so sind sich Thönnissen, Oberbürgermeister Marcel Philipp sowie der Vorsitzende des gastgebenden  CDU Stadtbezirks, Herbert Hilgers, einig, den Umgang mit den Strömen von Menschen, die zu uns kommen und Schutz suchen sowohl in der Stadt als auch in der Städteregion dank vieler ehrenamtlicher Mitarbeiter hervorragend und oftmals besser als manch andere Stadt meistern können. Das Erlernen der deutschen Sprache und die Integration in den Arbeitsmarkt seien aber weiterhin eine große Herausforderung, ergänzt Thönnissen im bis auf den letzten Platz besetzten Saal.

Zu den Vorgängen in der Silvesternacht betonte die Kreisvorsitzende, dass es unbedingt notwendig sei, die Übergriffe nicht zu verharmlosen, aber gleichzeitig auch darauf zu achten, nicht alle Menschen, die Hilfe und Zuflucht suchen unter einen Generalverdacht zu stellen. Ferner müsse man deutlich machen, dass es ein gemeinsames Ziel und der gemeinsamer Wille sei, mit nachhaltig wirksamen Maßnahmen Perspektiven zu schaffen, dass Menschen sich erst gar nicht auf die Flucht begeben müssen und dass die Zahl der Aufnahme von Flüchtlingen in Deutschland begrenzt werden muss. Eine schnelle Entscheidung, wer bei uns bleiben darf und wer das Land wieder verlassen muss, ist deshalb unabdingbar. Auf der anderen Seite müssen diejenigen, die hier Hilfe suchen und bleiben dürfen auch wirklich in unsere Gesellschaft integriert werden, so Thönnissen.

Oberbürgermeister Marcel Philipp gab im Rahmen seines Vortrages zum Thema „Wissenschaftsstadt“ einige Ausblicke bezüglich der Entwicklung der Stadt Aachen. Durch die exzellente Arbeit der RWTH und der FH passiere auf dem großen Gebiet der Forschung in der Region eine Menge in puncto Wissenschaft und Entwicklung. Natürlich habe Aachen auch einige Probleme zu meistern, wie beispielsweise die Entstehung von sogenannten Angsträumen rund um den Kaiserplatz oder die Knappheit geeigneten Wohnraum zu finden. Allerdings ist sich Philipp sicher, dass in der Kaiserstadt genug Potential stecke, um die diesjährigen Herausforderungen gemeinsam anzugehen und die daraus resultierenden Chancen zu nutzen.